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Illig/Illig – Atmer/Respirateur –

Atmer

Installation: Atemfeld 
Schild 150 x 30 cm , farbige Markierung auf Boden 300 x 200 cm

Nächster Termin: Samstag, 26.9. – ab 14.00 Uhr – Parkplatz HebelHalle

Aktion: Feldpolizei
2 Personen in Uniform, Farbe, Protokollzettel

Als Atmer (Respirateur) bezeichnete sich Marcel Duchamp am Ende seines Lebens – weg von allen Klassifizierungen, nur noch Atmer sein, nicht auf Funktion oder Status festgelegt. 
Durch die neuen Anti-Rauchgesetze entstanden No-Go-Areas in öffentlichen Gebäuden und auf den öffentlichen Räumen der Bahnsteige. Als Raucher darf man die gelb umrandeten Flächen genauso wenig verlassen wie die junge Grace (Nicole Kidman) in Lars von Triers Film „Dogville“. Dort kann die gesellschaftlich ausgegrenzte Frau ihre nur als Grundriss auf den Boden gemalte Behausung nicht verlassen und bleibt dabei ständig der bedrohlichen Beobachtung ausgesetzt. Der persönliche Frei-Raum wird besetzt 
und irgendwann bleiben nur eng begrenzte Räume frei . .

Ein Schild mit der Aufschrift „Atmer- Atmen nur innerhalb der begrenzten Fläche“ steht in einem rechteckigen Feld. Zwei uniformierte „Feldpolizisten“  tauchen auf und weisen den Passanten „persönliche Atemfelder“ zu, sie begrenzen jedes einzelne mit einem blauen, kreisrunder Balken, in die die Person gerade hinein passt.
Die Polizisten verteilen Ordnungsmandate mit Regeln. Es beginnt ein Dialog mit Verhandlung über Grenzen, den öffentlichen Raum, Regeln, über Zeit.
Zeit zum Atmen, zum Luftholen- wer bestimmt darüber? Wo kann ich das? Gibt es einen persönlichen Freiraum? Eine Frei-Zeit? Was tun Sie, wenn Sie Frei-Zeit haben? Wie und wo verhandle ich Freiräume?

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