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Ausgangspunkt

September 2014

„Ganz gleich, ob sie denken sie können etwas oder sie können es nicht, sie haben recht.“

Henry Ford

Nach der Fokusierung auf den “Körper” (TANZinternational Festival von 1991-2000), den “Raum” (ARTORT-Festival- Kunst im öffentlichen Raum von 2001-2015) stellt das Künstlerkollektiv UnterwegsTheater mit “720 Stunden” sein neues Festival-Konzept vor, mit dem es den Fokus auf die “Zeit” richtet und aus diesem Blickwinkel “kooperative Produktionsansätze” in den Vordergrund stellt; “Zeit” für die Bevölkerungsgruppen, die ansonsten im Kulturangebot wenig bedacht sind; alleinerziehende Mütter, Väter, Senioren, Schichtarbeiter, Nachtwandler, Tagträumer, Arbeitslose, Asylsuchende u.a.

“720 Stunden – September White Nights” – ist Name des ambitiösen Projektes, das den gesamten Monat September, Tag und Nacht, künstlerisch aktiv und präsent ist und einlädt,über die Grenze zwischen Natürlichem, Künstlichem und Künstlerischem nachzudenken. Dabei setzt das UnterwegsTheater alle Hebel in Bewegung.

Die 1988 begonnene, spartenübergreifende Arbeit des UnterwegsTheaters in seinem Ansatz der interkulturellen und internationalen Begegnung wird in ein abermals innovatives Setting verlagert. Hierbei erscheint die Idee der “Glokalisierung”, der Vernetzung lokaler und regionaler Kunstschaffender im Verbund mit ausgewählten, internationalen Gästen, von großer Bedeutung. Ebenso die Öffnung des klassischen Festivalgedankens hin zum Publikum als “Macher und Kurator”, Formate der “Selbstdarstellung” bzw. Plattformen des Präsentierens von Kunst von “Jedermann” – unter professionellen Rahmenbedingungen.

Grob gegliedert wird das Konzept durch drei Produktionslinien;

  1. Erarbeitung des Musiktheaters „Whithout you I’m nothing“ (Arbeitstitel) für Jung und Alt mit Profis und Laien
  2. Offene Bühne für den aktiven Kunstliebhaber – vom Zuschauer zum Programmgestalter – mit einem alle Sparten vertretenden Programm
  3. Spartenübergreifende Aktionen im „Öffentlichen Raum“ Heidelbergs und in den unterschiedlichen Raumambienten der HebelHalle mit Bühnen- und Zuschauerraum/Choreorgraphischem Centrum/SOUSOL Ausstellungsraum/Club SUB9 – Haus der Körper Sprachen.

Ziel des neuen Konzeptes ist die aktive Einbeziehung des Publikums in das „Festival Machen“ und das Erarbeiten von „Partituren“ körperlicher, sprachlicher und musikalischer Aktionen; in der Vorbereitungsphase (im August) und in deren „Bühnensetzung“ im September in allen erdenklichen Konstellationen; Profis, Profis mit Laien, nur Laien. Dabei werden sowohl in der Produktons-Zeit wie der Präsentations-Zeit eingefahrene “Zeit-vorstellungen” aufgebrochen und neu gesetzt. Programm-Higlights morgens um 4.00.

Das UnterwegsTheater verspricht sich einen über die Maßen kreativen, innovativen Monat, die Gewinnung neuer Publikumsschichten, eine neue Bindung an die „alte Stadt“, neue Kontakte und Synergien auf regionaler wie internationaler Ebene und nicht zuletzt ein aktuallisiertes, „Zeit- und Stadtbild“;

Ausführliche Darstellung der Projektkonzeption und des geplanten Projektverlaufs

Anstelle des “Marketingbildes” von Heidelberg als einer dem Flußlauf folgenden, romantischen Kleinstadt, setzt „720 Stunden“ einen Akzent, mit dem die Aufbruchstimmung, der “Wilde Westen” der Stadt betont werden soll. Fokus auf die neue “Stadtentwicklung“, mit den Zentren Neuenheim, Bergheim, Bahnstadt, Weststadt, ein Heidelberg, das sich als aktives „internationales Labor“ versteht, sei dies aus wissenschaftlicher oder künstlerischer Sicht.

Projektverlauf:
- ab 10. August – Künstler und Laien erarbeiten vor Ort „Scores/Partituren“ des Musiktheaters „Without you I ́m nothing“, erarbeitet von den eingeladenen Künstlern.

Ab 1.9.2015 rund um die Uhr Veranstaltungen und Happenings in HebelHalle, CC, SOUSOL, SUB9, im Öffentlichen Raum.

– 10 Aufführungen „Without you I ́m nothing“ in der HebelHalle

– Weitere Formate während der „720 Stunden“:

Tanz- Gesangs-Parkour-Bau-Mal-Foto-Workshops für Jedermann – in Bezug zum Programm, erteilt von den eingeladenen Künstlern. Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen, VJ-ing, Mapping, temporäre Architektur, Konzerte, Tanzdarbietungen, Talkrunden, Kochen, Baden,  Interviews, lokales Fernsehen.

Eingeladene Künstler: Canan Erek, Gülay Keskin, Matthias Horn, Inga Bachmann, Sybrig Dokter, Andreas A.Müller, Maria Francesca Scaroni , Peter Stamer, Jai Gonzales, Bernhard Fauser, Pim Boonprakob, Stavros Apostolatos, Florian Bücking, Lisa Wolsink, Hanno Giulini, Oliver Mezger, Nils Herbstrieth, Thomas Kaufmann, Illig & Illig, Felix Felixine, Catherine Guerin-Ehhalt, Kate Antrobus, Hubert Habig, Jens Rössler, Mario Damolin und viele andere Menschen aus Heidelberg und anderswo.

Siehe auch: Wer will der kann