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Wer will der kann

  • Wen kenne ich aus Heidelberg, über dessen Leben und Wirken ich anderen Menschen einmal erzählen wollte?
  • Welchen Film oder welchen Text wollte ich schon immer öffentlich zeigen oder vorlesen?
  • Wie ist es, wenn man einen Tag lang Intendant sein und eine Vorstellung in einem Theater oder eine Ausstellung selbst bestimmen und leiten darf?
  • Was ist eine Installation und wie wirke ich an ihrer Herstellung mit?
  • Wann gibt es endlich die Chance, einmal untertags im Theater zu Musik in eine Badewanne steigen zu dürfen?

Layout 1 „720 Stunden – September White Nights“, das neue, am 01. September startende und 720 Stunden dauernde Festival-Happening des Künstlerhauses UnterwegsTheater, lebt von der Lust und Freude des Publikums, an vielen offenen Formaten teilzunehmen. Selbstverantwortlich gestalten zu dürfen, auf die Gruppe zählen zu dürfen und aktuell die Kunstproduktion prägende Strategien des künstlerischen Research und Performance selbst en passant vermittelt zu bekommen, ist das Ziel dieser „Festival-Akademie zum Selbermachen“- frei nach Joseph Beuys Aussage über die soziale Plastik: „Jeder ist ein Künstler“. Anmeldungen für die einzelnen Angebote beim „Festival zum Selbermachen“ per Mail an info@unterwegstheater.de werden ab sofort entgegengenommen. Die Website www.720stunden.de“ informiert über das täglich wachsende Angebot.

Konkret kann man sich per Email an info@unterwegstheater.de für folgende Mitmach-Aktionen anmelden:

Intendant für einen Tag:

Zu den vielschichtigsten Tätigkeiten am Theater gehören die Aufgaben eines Intendanten. Einmal selbst in dessen Rolle schlüpfen zu dürfen, bietet die Aktion „Jeder ist ein Intendant“, geeignet für all jene Kunstliebhaber, die selbst ein Theaterprogramm auswählen und festlegen möchten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Bernhard Fauser erklärt: „Das Format ist ideal für all jene, die sagen, ich möchte zum Beispiel eine Ausstellung oder ein Konzert veranstalten, eine Auktion, kurzum: etwas aufführen lassen, von dem ich als Teilnehmer denke, dass ich das endlich einmal selbst in einem Theater realisieren will.“

Das Theater stellt dem „praefectus in dies“ unterschiedliche Räume zur Verfügung und sorgt für Technik und Einlasspersonal. Das Formblatt für die Anmeldung befindet sich auf der Website www.720Stunden.de.

Mitwirkende für MusikTanzTheaterProduktion „Without You I ́m Nothing“, Konzept von Peter Stamer gesucht:

Maximal zwanzig Laiendarsteller werden gesucht, die Freude daran hätten, das Gemeinschaftsprojekt „Without You I ́m Nothing“ mitzuentwickeln und an vier Abenden, konkret am 20. und 21. sowie am 26. und 27. September in der HebelHalle aufzuführen. „Without You I ́m Nothing“ beschäftigt sich mit der Frage der An- und Abwesenheit des anderen sowowhl als Lebenserfahrung als auch als künstlerisches Potenzial. Bin ich nichts ohne Dich oder ist der andere im Nichtsein da? Ist der andere wirklich da wenn er da ist oder fehlt er doch? Wie sind wir dann als Gruppe da? In den ersten zwei Wochen werden die einzelnen Szenen aus Musik, Sprache und Bewegung im dynamischen Gruppenprozess entwickelt, der Aufbau entsteht, danach wird intensiv geprobt und vor Publikum aufgeführt. Auch hier genügt bis spätestens 31. August 2015 eine kurze Mail an info@unterwegstheater.de.

Themenschwerpunkt „Heimat – Bilder – Kunden – Filme – Poeten“:

Wer lebt und wirkt in Heidelberg? Wer findet welche Filme gut? Welche Texte will man endlich einmal in der Öffentlichkeit gelesen haben? Als Theater in und für Heidelberg möchte das Künstlerhaus UnterwegsTheater die Heimat Heidelberg nonchalant und aktuell aus dem Mund und der Perspektive vieler aufleben lassen. Ins Leben gerufen werden dafür bei „720 Stunden – White Nights September“ vier Reihen, für die man sich als Vortragender, Filmvorführer, Werbender oder Lesender formlos anmelden kann:

Unter dem Titel „Heimat – Bilder“ kann jeder, der mag, einen bebilderten Vortrag über Heidelberger Persönlichkeiten oder subjektiv ausgesuchte Personen halten. Laptop, Beamer, Leinwand und Diaprojektor werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

„Heimat – Kunden“ ist das Format für alle die im blauen UnterwegsTheater-Omnibus „Semper Apertus“ in der Heidelberger Weststadt für Ihre Arbeit, ihre Dienstleistung oder Einrichtung in Heidelberg werben möchten.  Interessenten mögen eine kurze Mail schreiben und und ihr Material zur HebelHalle bringen.

Im SOUSOL der Hebelhalle besteht zudem die Möglichkeit, in der Reihe „Heimat – Filme“ den eigenen Liebslingsfilm zu präsentieren.  DVD-Player, Beamer und Leinwand stehen kostenfrei zur Verfügung.

„Heimat – Poeten“  ist schließlich der Titel der Reihe für alle diejenigen, die eine Vorlesung oder eine Lesung entweder im Intendantenbüro oder in der Containergarderobe halten wollen.

„Die Küche“ ist der ganz profane Titel des täglichen, gemeinsamen Kochens, Essens, Spülens(!) im Verbund mit allen Mitwirkenden; Zeit zum Reden, Treffen, Kennenlernen, täglich zwischen 12 und 14 Uhr in der HebelHalle.

Installationen zum Mitmachen

Das Künstlerpaar Constanze und Norbert Illig vom „Kulturprojekt Gesellschaft“ kreiert gemeinsam mit den Teilnehmern BegriffsBilder: Gemeinsam werden Worte gesucht, aus denen Bilder und Räume geschaffen werden können, die teilweise in performative Installationen münden. Denn, so die Künstler, man darf auch „NICHTS“ machen.  Die gemeinsame Zeit der Kreation legen Constanze und Norbert Illig mit den Teilnehmern nach erfolgter Anmeldung individuell fest.

Zur Bildersuche lädt der Heidelberger Fotograf Oliver Mezger unter dem Titel „Geschenkte Zeit“ ein. Jeder, der gerne fotografiert, kann sich für eine oder mehrere des 720 Stunden dauernden Zeitabschnitts als Stundenpate anmelden, in der beziehungsweise in denen er  oder sie jeweils ein Foto macht. Die Einwegkamera dazu gibt es gratis. Die Fotos werden anschließend um die HebelHalle auf einer Zeitleiste präsentiert, die von jedem mitmachenden Fotografen um einen selbst verfassten Satz ergänzt wird.

Bernhard Fauser lädt unter dem Titel „Bade ohne Meister“ Menschen in Heidelberg täglich ausser sonntags zwischen 10 Uhr und 12 Uhr zum öffentlichen Baden ein: Begleitet von der Musik aus einem Grammophon, darf man sich in der HebelHalle in eine Wanne legen und die Ruhe und Muße genießen. Wer mag,  kocht anschließend ab 12 Uhr mit anderen Festivalbesuchern gemeinsam sein Mittagessen, in Erinnerung an das „Alte Hallenbad HebelHalle“.  Zeit zum Reden.

Workshops bieten schließlich die schöne Möglichkeit, sich zu bewegen, zu tanzen und Körper- und andere techniken kennenzulernen:

  • täglich (7.-11.9.) von morgens von 5 bis 7 Uhr in der HebelHalle beim  Sunrise-Morgensport mit Jens Rössler;
  • am 14. und 15. September von 11 bis 13 Uhr im Workshop „Ich tanze mit der Zeit“ für Menschen ab 60 Jahren mit Kate Antrobus;
  • beim Workshop „Etüden der Biomechanik(Meyerhold) “ mit Bernhard Fauser  vom 7.-11.9., täglich von 14 bis 15 Uhr;
  • beim Feldenkreis-Workshop mit Catherine Guerin (Termin wird noch bekannt gegeben);
  • beim Stimmtraining mit Bariton Matthias Horn (Termin wird noch bekannt gegeben);

Hintergrund

„720 Stunden – September White Nights“ vereint auf neuartige Weise für die Dauer des Monats September 2015 den Gedanke der künstlerischen Akademie, des Festivals, der Performancereihe und des Happenings. Start ist am Dienstag, 01. September, 0.00 Uhr; Ende am  Mittwoch, 30. September um Mitternacht. Im Vordergrund steht nicht nur das Ergebnis vielfältiger Kunstproduktion oder die Beschäftigung mit einem Aspekt von Kunst wie Körper oder Raum, sondern der zeitliche Prozess der Herstellung, Erfahrung, Wahrnehmung und Wirkung von Kunst mit dem Körper in Zeit und Raum. Entwickelt haben das neue Arbeits- und Festivalkonzept und dessen Inhalte unter dem Motto „Take Your Time“ die künstlerischen Leiter Bernhard Fauser und Jai Gonzales gemeinsam mit dem frei schaffenden Regisseur, Kurator und Produzenten Peter Stamer und weiteren, über 20  Künstler_innen aus dem Rhein-Neckar-Raum. Zentrale programmatische Leitmotive  des neuen Kunstprojektes „720 Stunden – White Nights September“ bilden Austausch und Interdisziplinarität, Kooperation, Wissenstransfer und Teilen sowie  Kommunikation mit den Zuschauer_innen. Die neue Website www.720stunden.de“ informiert täglich über das fortlaufend sich entwickelnde Programm.

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